Am Mittwoch, den 29.05. war Markus Hofmann, Träger des Deutschen Weiterbildungspreises zu Gast im Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Bei seinem 90-minütigen Vortrag brachte er über 350 Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis 12 seine „merk-würdigen“ Tricks nahe. In kurzer Zeit konnten die zwölf Sternzeichen in der richtigen Reihenfolge aufgezählt und durch eine schräge Fantasiegeschichte alle Länder von Nord,- Mittel- und Südamerika in der richtigen geografischen Anordnung genannt werden.

Mit den Methoden, die Hofmann den Schülerinnen und Schüler näherbrachte, können sich alle in Zukunft einen Spickzettel anfertigen, der zu Hundertprozent nicht gefunden werden kann. Der Spickzettel befindet sich in den „Briefkästen“ der Zuhörerschaft. An unserem Körper befinden sich zehn dieser „Briefkästen“. Nach und nach wurden in der Turnhalle noch weitere „Briefkästen“ platziert, so z.B. der Basketballkorb, die Klettertaue, unsere Technik-AG, der Ausgang oder auch der Geräteraum.

M. Hofmann kommt es in erster Linie darauf an, dass die Schülerinnen und Schüler den Prozess, wie man sein Gedächtnis schulen kann, kennen lernen. Dies wurde beispielhaft an einer Einkaufsliste oder an ein paar wenigen Vokabeln geprobt. Wenn man die Tipps im Alltag anwenden will, muss man seine „Briefkästen“ ständig erweitern, sei es im Klassenzimmer, im Chemieraum, auf dem Pausenhof oder im heimischen Zimmer. Er empfiehlt, dass sich die Klassen gemeinsame „Briefkästen“ zulegen. So können die Schülerinnen und Schülern und auch die Lehrer ständig darauf zugreifen und mit dem jeweiligen Wissen verknüpfen.

Der Stoff für eine Klassenarbeit kann somit in sogenannte Schlüsselworte eingegrenzt werden, diese werden wiederum den jeweiligen „Briefkästen“ zugeordnet, um somit die Schlüsselworte schneller abrufen zu können. Damit dies funktioniert, arbeitet Hofmann mit aussagekräftigen Bildern. Wie solche Bilder aussehen können, macht er den Schülerinnen und Schülern bei der Einkaufsliste deutlich. Der erste Gegenstand, der eingekauft werden soll, ist ein Sack Zwiebeln. Diesen Begriff ordnet er seinem ersten „Briefkasten“ am Körper den Füßen zu. Damit man sich den Sack Zwiebeln merken kann, beschreibt er den Zuhörern, wie er mit seinen Füßen die Zwiebeln zertrampelt und zwar so lange, bis der Zwiebelsaft durch die Zehen hervorquillt. Damit es noch „merkwürdiger“ wird, empfiehlt er seinen Zuhörern zusätzlich an den Füßen zu riechen.

Er empfiehlt über verschiedene Kanäle zu lernen, nicht nur über das Visuelle, sondern auch über das Akkustische. Seine zentrale Methode jedoch ist die Mnemo-Methode, benannt nach der griechischen Muse der Erinnerung.

Am Ende wurde Hofmann mit großem Applaus unserer Schülerinnen und Schüler verabschiedet. Die gelernte Einkaufsliste war fast allen Schülerinnen und Schülern auch am Nachmittag noch im Kopf.  Auch wenn man jetzt einen „Spickzettel“ im Kopf hat, kommt man um das Lernen nicht herum. Aber Lernen wird dadurch abwechslungsreicher.

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