Wäre der Seminarkurs eine olympische Disziplin, dann ganz gewiss eine Art Hürdenlauf. Der Kurs ist nämlich eine erstklassige sportlich-intellektuelle Herausforderung für unsere KursstuflerInnen. So ein Hürdenlauf ist nichts für Faulpelze, doch wer genügend Anlauf nimmt und Geschwindigkeit bekommt, wird große Freude daran haben. Der Kurs ist übrigens die beste Vorbereitung auf das, was einen später an der Uni erwartet. Doch langsam. Hier nochmals in aller gebotenen Ausführlichkeit:

Der Seminarkurs findet nur in der 11. Klasse statt, das Abi liegt also noch in weiter Ferne. Mit dem Seminarkurs kann übrigens das mündliche Abi in einem Fach ersetzt werden.  September: Zu Beginn, also an der Startlinie, wird von den Lehrkräften bzw. Trainern ein sehr weit gefasstes Oberthema vorgestellt (in diesem Jahr lautet es: „Europa 2030“). Der Startschuss erfolgt. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich in kleinen Teams (2-4 Personen) ein passendes Unterthema, das sie dann in den folgenden Wochen bearbeiten. Im Januar präsentieren sie vor dem gesamten Kurs ein etwa 5-seitiges Exposee und haben damit bereits die ersten Hürden gemeistert. Nun geht es darum, eine wissenschaftlich fundierte Seminararbeit zu verfassen, die insgesamt 25% der Gesamtnote ausmacht. Gelernt wird in den gemeinsamen Sitzungen, wie man z.B. richtig zitiert und eine Arbeit aufbaut. Hier steckt normalerweise die meiste Arbeit drin, das ist also die höchste Hürde. Ist diese dann abgegeben, stehen noch zwei weitere Hindernisse an. Zuerst werden die Ergebnisse der Seminararbeit einem Publikum präsentiert, meistens sind das die Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde der KursteilnehmerInnen. Eine letzte Hürde muss nun noch gemeistert werden: das Kolloquium (25%). In diesem Kolloquium muss die Seminararbeit reflektiert und Rückfragen der betreuenden TrainerInnen beantwortet werden. Kolloquium, Seminararbeit und die sog. Kursnote (50%, bestehend aus der Mitarbeit im Kurs, dem Exposee und dem Präsentationsabend) sind also die zu meisternden Hürden.

Gesamtfazit: Empfehlenswert, aber auch anstrengend. Genau das Richtige für DenksportlerInnen.

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