„Ein Mensch voller Pläne und Ideen“

Claudius Bührle wurde als Schulleiter des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eingesetzt. Die Redner waren froh über das Ende der Interimszeit und dass genau er künftig die Einrichtung leitet.

Bei der Amtseinsetzung des nicht ganz neuen Schulleiters Claudius Bührle war der Tenor von acht Rednern gleich: eine große Freude darüber, dass endlich eine Interimszeit am Göppinger Werner-Heisenberg- Gymnasium (WHG) zu Ende gehe und ein Schulleiter eingesetzt werde, den man schon lange kenne und mit dem man gut zusammenarbeite. Schulreferentin Janette Jober übergab Bührle bei einer Feierstunde im Foyer des WHG die Ernennungsurkunde zum Oberstudiendirektor und setzte ihn offiziell in sein Amt ein, nachdem er seit sechs Jahren stellvertretender Schulleiter gewesen war, in der Interimszeit seit einem Jahr mit seinem Team die Arbeit gestemmt habe und im August als Schulleiter bestimmt wurde. Jober skizzierte den Werdegang des Göppingers Claudius Bührle als fünftem Schulleiter des WHG, dessen Vorgänger Claus Anshof, Manfred Pohl und Susanne Stephan zur Einsetzung gekommen waren: Jahrgang 1967, Abitur am Hohenstaufen-Gymnasium, Studium von Geographie und Sport in Stuttgart und die Zeit als Lehrer in Sinsheim mit vielen verschiedenen Aufgaben. Bührle habe schon in seiner Zeit als Mentor für Referendare eine Affinität zur multimedialen Welt gehabt, in der Zeit der Rektoratsassistenz bei der Stundenplangestaltung mitgearbeitet und beim Tablet-Wettbewerb erfolgreich mitgemacht. Seit 2007 hatte er als Netzwerkberater eine Funktionsstelle am WHG inne und habe dort „viele Prozesse mitgestaltet und initiiert“. Vor sechs Jahren wurde er dann Stellvertreter des Schulleiters Manfred Pohl. Jober sagte, nun sei Bührle nach Lehr- und Wanderjahren wieder in Göppingen angekommen. „Kurz und knackig, Du bist ein Glücksfall für die Schule“, sagte die Vorsitzende des Personalrats, Ines Daemrich, nachdem Abteilungsleiterin Annika Riedel die vielen Gäste begrüßt hatte. Bührle sei „ein Mensch voller Pläne und Ideen“ und alle seien froh über die Ernennung. Oberbürgermeister Guido Till freute sich auf die Zusammenarbeit und bescheinigte dem Regierungspräsidium eine gute Auswahl eines in Göppingen verwurzelten, qualifizierten und verantwortungsvollen Schulleiters. Nach einem Segensspruch der Schulseelsorgerin Thekla Schwegler beschrieb Schülersprecher Levi Lay den neuen Schulleiter in einem witzigen und balladesk umgeformten Vortrag à la „John Maynard“ von Theodor Fontane als „unseren Steuermann und Magistrat“ im Schulleben, aufgrund dessen „alle Herzen froh und frei“ seien. Uwe Kälberer vom Verein der Freunde des WHG und die Elternbeiratsvorsitzende Annette Zeller bescheinigten Bührle eine offene, kommunikative Art als Teamplayer, der die Schule als große Familie sehe. Kälberer hatte in seiner auf Schwäbisch gehaltenen launigironischen, aber auch liebevollen Rede, die er für die Amtsträger ins Hochdeutsche übersetzte, einen besonderen Akzent gesetzt. Nach der musikalischen Umrahmung durch Musiklehrer Marius Klupp (Klavier) und die Schüler Philipp Schäfer (Klavier) und Caroline von Campenhausen (Saxophon), die mit Jazzig-Poppigem und einem Joplin-Ragtime für Auflockerung zwischen den Reden gesorgt hatten, bedankte sich Claudius Bührle. „Mein Herz liegt im WHG, was übersetzt heißt – wir handeln gemeinsam.“ Das Geheimnis von Bildung, die Schüler zu verantwortungsbewussten Menschen erziehen solle, die ihre Welt mitgestalten, liege „nicht in der Digitalisierung“, sondern in Respekt, Offenheit und einem verlässlichen Rahmen bei gleichzeitigem Weitergehen.

Von Annerose Fischer-Bucher
Textquelle: NWZ

Bildquelle: WHG

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